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der Fall von germanwings flugzeugabsturz
Antidepressiva und Beruhigungsmittel werden häufig verordnet, obwohl sie fatale Nebenwirkungen haben können: Sie lösen in manchen Fällen Suizidgedanken und Aggressionen aus. Und sie sind ein Riesengeschäft.
Der Spruch "Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker!" ist im Fall von Antidepressiva sicher keine Floskel. Der Warnhinweis sollte von Ärzten und Patienten gleichermaßen ernst genommen werden.
Massive Probleme zu Beginn der Therapie
Laut einer Studie der Weltgesundheitsorganisation WHO leiden weltweit 350 Millionen Menschen an einer mehr oder weniger stark ausgeprägten Depression. Den meisten von ihnen werden Selektive-Serotonin-Wiederaufnahmehemmer verordnet - kurz SSRI. Sie dominieren den deutschen Markt der verschriebenen Antidepressiva. SSRI halten im Gehirn den Spiegel des Glückshormons Serotonin hoch. SSRI lösen Ängste, hellen die Stimmung auf und wirken aktivierend. Zu Beginn der Therapie kann dies allerdings massive Probleme bringen.
Die stimmungsaufhellende Wirkung tritt erst nach zwei bis drei Wochen ein. Hingegen können Nebenwirkungen wie Aggressions- und Suizidgedanken schon innerhalb der ersten Tage oder beim Erhöhen der Dosis einsetzen. Für die Patienten ist das die kritischste Zeit während der Behandlung. Deshalb verordnen viele Psychiater zusätzlich Benzodiazepine. Zu ihnen gehören Beruhigungsmittel wie Valium, aber auch viele Schlafmittel. Sie wirken entspannend und fördern den Schlaf. Ihr Nachteil: Schon nach kurzer Einnahmedauer können sie abhängig machen.
Ein weltweites Riesengeschäft
Patienten mit psychischen Problemen suchen häufig Rat bei ihrem Hausarzt und bekommen dort Antidepressiva verschrieben. Eine medikamentöse Behandlung sollte allerdings immer von einer Psychotherapie begleitet werden - raten Psychologen und Psychiater. Psychopharmaka gehören zu den am meisten verordneten Medikamenten, der Markt für Antidepressiva boomt. Allein in Deutschland hat sich die Anzahl der verordneten Pillen innerhalb der letzten zehn Jahre verdoppelt. Die Pharmaindustrie setzt weltweit jährlich allein mit Antidepressiva rund 16 Milliarden US-Dollar um.
Philippe Even, Arzt und Autor:
"Das ist die "Medikalisierung" des täglichen Lebens, die "Psychiatrisierung" von Stimmungsschwankungen: Die wohlgenährte Pharmaindustrie schafft immer neue Krankheiten, neue Kunden und Märkte. So verdient man nicht nur Geld an den Kranken - davon gibt es zu wenig!"
Und immer häufiger wird der Besuch beim Arzt oder Therapeuten durch das Internet ersetzt. Unseriöse Online-Apotheken verkaufen Antidepressiva mit zweifelhafter Herkunft und Wirkung rezeptfrei, obwohl sich mittlerweile auf vielen Beipackzetteln ein Hinweis auf die unter Umständen erhöhte Suizidgefahr findet.
Die Wissenschaftsdoku fragt nach gefährlichen Nebenwirkungen und der Verantwortung der Pharmaindustrie. Unter anderem äußert sich der ehemalige Manager eines Pharmakonzerns dazu, wie Medikamentenhersteller versuchen, die Warnhinweise auf den Beipackzetteln ihrer Produkte zu unterdrücken.
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Es sieht nicht gut aus für die Demokraten; die von ihnen kontrollierten Medien werden von einer Skandalwelle erfasst, die Mitarbeiter der Vizepräsidentin fliehen und Bidens Umfragewerte brechen weiter ein. Ein Funke der Hoffnung lodert auf...
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QAnon klingt wie eine absurde Verschwörungstheorie – aber kann sie trotzdem gefährlich werden? Die QAnon Erzählung hat in Deutschland prominente Verbreiter, wie den Sänger Xavier Naidoo und den YouTuber Oliver Janich. Terrorexperten warnen davor, dass Verschwörungserzählungen wie QAnon zu einer echten Gefahr werden können.
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Autoren: Felix Huesmann, Daniel Samini
Redaktion: Patrick Stegemann (K2H), Steffen Judzikowski (ZDF)
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Es gibt sie schon immer und überall - Verschwörungserzählungen. Durch Corona geraten sie verstärkt in den Fokus der Öffentlichkeit. Was sind legitime Zweifel und was gefährliche Fantasien?
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Meinungsfreiheit? Unerwünscht!
Als Markus Schlöffel im vergangenen Jahr die Maßnahmen der Bundesregierung und die Einsätze der Polizei gegen Demonstranten für unverhältnismäßig hielt, tat er das, was er stets bei der Dienstausbildung gelernt hatte: Er remonstrierte.
Ein Schreiben an seine Vorgesetzten mit seinen Einwänden gegen die Vorgehensweisen von Staat und Polizei bei Demonstrationen und der Corona-Politik endete in einer deutlichen Entscheidung:
Markus Schlöffel wurde suspendiert. Seine Meinung nicht angehört. Sein Dienstausweis abgenommen.
Wir sprachen mit Markus Schlöffel über seine Erlebnisse, wie es ihm heute geht und wie er diese Erlebnisse selbst verarbeitet und bewertet.
Wie ist das Verhältnis zu ehemaligen Kollegen? Was sagt die Familie?